Long-COVID – was ist das eigentlich?

Mit Long-COVID werden die Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung bezeichnet. Wer mehr als zwei oder drei Monate nach der Infektion noch Symptome verspürt, leidet unter Long-COVID.

Definition

Eine einheitliche, anerkannte Definition von Long-COVID existiert derzeit noch nicht. Meist spricht man von Long-COVID, wenn auch 12 Wochen nach der COVID-19-Erkrankung noch Symptome vorliegen. Manche ziehen diese Grenze auch schon nach 8 Wochen.

Long-COVID gilt derzeit nicht als eine klar identifizierbare Krankheit, sondern als ein Syndrom. Als Syndrom bezeichnet man eine Kombination verschiedener Symptome, von denen noch nicht klar ist, wie sie zusammenhängen und was ihre Ursache ist. 

Neben «Long-COVID» existieren auch verschiedene andere Bezeichnungen wie etwa «Post-COVID-Syndrom», «PASC» (post-acute sequelae of COVID-19) oder «long haul COVID».

Long-COVID kann sich mit einer ganzen Reihe von Symptomen äussern wie etwa Atemnot, chronische Erschöpfung (Fatigue) oder Gelenk- und Muskelschmerzen. Basierend auf einer Umfrage bei Betroffenen konnte Altea 13 Cluster von Symptomen identifizieren.

Wer ist betroffen?

Long-COVID kann alle treffen, nicht nur Angehörige von Risikogruppen oder Patienten mit einem schweren Verlauf von COVID-19. Auch junge, gesunde Personen (Kinder eingeschlossen) mit einer milden COVID-19-Erkrankung können nach überstandener Infektion plötzlich von teils schwerwiegenden Symptomen betroffen sein. Für hospitalisierte Personen scheint das Risiko für Long-COVID jedoch deutlich höher zu sein. Auch Frauen dürften häufiger betroffen sein.

Über die Häufigkeit, mit der Long-COVID auftritt, gibt es bisher noch keine gesicherten Erkenntnisse. Je nach Studie gehen die Schätzungen enorm auseinander, weshalb diesbezügliche Erkenntnisse als provisorisch gelten müssen. Es scheint, dass mindestens 10% der Infizierten mindestens 12 Wochen lang Symptome verspüren. Diese Beschwerden können von eher milden bis zu sehr starken Beeinträchtigungen reichen.

In der Schweiz gibt es über 600'000 bestätigte COVID-19-Infektionen. Schätzungen gehen davon aus, dass in der Schweiz insgesamt schon fast zwei Millionen Menschen eine Infektion durchgemacht haben. Auch bei vorsichtiger Schätzung könnten hierzulande also mehrere Zehntausend Personen von milden bis schwereren Langzeitfolgen betroffen sein.

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Long-COVID – was kann ich tun?

Im Altea-Ratgeber haben wir geprüfte Tipps für verschiedene Symptome zusammengestellt. Diese werden kontinuierlich aktualisiert und ausgebaut. Regelmässiges Reinschauen lohnt sich!

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