Tom Kobel

Tom Kobel
04.06.2021

Forschende des Lehrstuhls für Angewandte Sozial- und Gesundheitspsychologie der Universität Zürich nehmen sich in einem neuen Forschungsprojekt der Auswirkungen von Long-COVID auf die Psyche und das Sozialleben an. Gemäss dem Studienteam ist die psychosoziale Komponente des Syndroms von der Forschung bisher vernachlässigt worden. Die neu konzipierte Studie soll nun dazu beitragen, diese Lücke zu schliessen.

Gesucht: Betroffene, aber auch ihre Angehörigen

Altea unterstützt das Vorhaben und will mithelfen, Teilnehmende für die Studie zu finden. Denn für ihr Vorhaben sind die Forschenden auf die Mitarbeit von Betroffenen von Long-COVID und ihren Angehörigen angewiesen. Diese sind gebeten, einen je spezifischen online-Fragebogen auszufüllen. Das Ausfüllen dauert rund 30 bis 45 Minuten, je nach persönlichem Lese- und Arbeitstempo. Sollte die Konzentration nicht so lange reichen, kann der Fragebogen auch etappenweise ausgefüllt werden.

Die Angaben in den Fragebögen sind freiwillig und vollständig anonym.

In den Fragebögen wird nach Gedanken, Gefühlen und Einschätzungen in den Themenbereichen Befinden, Lebensqualität, Gesundheit, soziale Beziehungen sowie nach persönlichen Überzeugungen und Erfahrungen mit Long-COVID gefragt. Die Ergebnisse der Befragung werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in wissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert. Ziel ist es, mehr über das bislang wenig beachtete Thema der psychosozialen Folgen von Long-COVID herauszufinden.

Wer kann mitmachen?

Die Mitmach-Bedingungen für Betroffene sind simpel:

  • Ihre Covid-19 Erkrankung liegt mindestens 12 Wochen zurück
  • Sie verspüren derzeit Symptome von Long-COVID
  • Sind Sie mindestens 18 Jahre alt

Wenn Sie überall Ja antworten können, freuen wir uns, wenn Sie den Fragebogen für Betroffene ausfüllen.

Für Angehörige sind die Bedingungen entsprechend:

  • Sie sind derzeit nicht von Covid-19 oder Long-COVID betroffen
  • Eine Ihnen nahestehende Person ist derzeit von Long-COVID betroffen
  • Sind Sie mindestens 18 Jahre alt

Trifft das auf Sie zu? Dann geht’s hier zum Fragebogen für Angehörige.

Team

Wer führt die Studie durch?

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Verantwortlich für das Projekt sind Dr. Walter Bierbauer, Dr. Janina Lüscher und Prof. Dr. Urte Scholz vom Lehrstuhl für Angewandte Sozial- und Gesundheitspsychologie des Psychologischen Instituts der Universität Zürich. Die Studie wird vollständig aus den unabhängigen Eigenmitteln des Lehrstuhls finanziert und dient einzig dem besseren Verständnis der psychosozialen Folgen von Long-COVID. Bei Fragen zur Studienteilnahme können Sie sich unter folgender Adresse melden: long-covid@psychologie.uzh.ch.